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Montag, 5. März 2018

[Rezension] Zwischen zwei Sternen

In "Zwischen zwei Sternen" beschreibt Becky Chambers die Geschichte der KI Lovelace und ihrer Freundin Pepper. Diese hat Lovelace bei sich aufgenommen, nachdem die KI sich entschieden hatte, in einer menschlichen Hülle zu leben. Das bringt natürlich einige Probleme mit sich, denn Lovelace kann sich nur schwer an ihren neuen, eingeengten Körper gewöhnen. 
Nebenbei erfahren wir in dieser Geschichte auch viel über Peppers dramatische  Vergangenheit, als sie noch ein Kind war. Sie wurde ebenfalls "erschaffen" und spürt deshalb eine besondere Verbindung zu Lovelace.

Mir hat dieses zweite Buch von Becky Chambers wieder sehr gefallen. Die Autorin schafft es, dass man als Leser immer ganz nah bei den Charakteren ist und sich problemlos in ihre Welt hineinversetzen kann. 

Wie schon im ersten Teil habe ich auch hier die Helden schnell ins Herz geschlossen. Trotzdem war ich ein wenig enttäuscht, dass kein Mitglied der Wayfarer-Crew in der Geschichte auftauchte und auch das Raumschiff als solches nicht. Es handelt sich also nicht, wie ich angenommen hatte, um einen zweiten Teil der Serie, sondern um ein Spin-Off. Man kann das Buch problemlos lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Außer, dass beide Bücher im gleichen Universum spielen, haben sie nichts miteinander zu tun.

Das wird vermutlich auch wieder auf den dritten Teil zutreffen, der bald erscheinen wird. Dennoch werde ich diese Reihe weiterverfolgen, da ich Becky Chambers Schreibstil sehr mag. Sie entwirft großartige Charaktere mit Ecken und Kanten. Da macht es auch nichts, dass am Ende nicht alle aufgeworfenen Fragen geklärt werden. Es bleibt trotzdem ein tolles Buch, das ich besonders auch Sci-Fi-Anfängern empfehlen würde. 

Freitag, 16. Februar 2018

[Rezension] Hologrammatica

Als eine Computerexpertin spurlos verschwindet, macht sich Privatermittler Singh daran, sie zu suchen. Das ist in einer Welt, die von einem Holonet verdeckt ist, gar nicht so einfach. Alles scheint schön, bunt und ordentlich, doch wenn man die passende Brille aufsetzt, sieht man, dass nichts davon wahr ist. 
Und nicht nur das: Menschen können sich zukünftig in sogenannten "Gefäßen" zwischenspeichern. Das sind Abbilder ihrer Selbst, aber eben nur Hüllen davon. Aber im Verlauf der Geschichte wird es noch viel komplizierter, wenn Singh sich mit Deathern, Revenants und Hardlights beschäftigen muss. 
Da gibt es Todesloops, eine wildgewordene KI und eine Krankheit, die die Hälfte der Menschheit ausgelöscht hat. Es gibt Cogits, Quants und Thans, ... usw.

Für mich war es etwas zu viel des Guten. Einerseits ist dieser Thriller sehr interessant, spannend und kreativ. Andererseits ist die Geschichte auch sehr kompliziert und hat mich durch die Vielzahl an Themen zwischendurch immer mal wieder verloren. Es ist schon anstrengend zu lesen, wenn man alles verstehen will.Der Anfang des Buches hat mich sogar stellenweise gelangweilt, da Singh mir nicht sympathisch war und es nur um ihn ging, statt um den Fall. Er hat merkwürdige Ermittlungsmethoden (sich auf Partys betrinken und andere Männer abschleppen) und leidet anfangs unter Depressionen, die im Fortlauf der Geschichte allerdings verschwunden zu sein scheinen. Zum Glück ändert sich das Verhältnis aber irgendwann und abgesehen von dem Drama um seinen Bruder und den Vater geht es dann aber doch auch um den Fall.

Bei diesem Buch bin ich wirklich zwiegespalten. Ich fand es stellenweise sehr spannend, aber dann auch wieder langweilig. Die Thematik hat mir sehr gefallen, aber es hat mich auch immer wieder verwirrt, bis ich das ganze Durcheinander sortiert bekommen habe. Singh fand ich nie so interessant, dass ich die Details aus seinem Leben gebraucht hätte. Trotzdem war es insgesamt ein gut geschriebenes Buch, das sich mit einer zukünftigen Welt beschäftigt, die unserer gar nicht so fern ist. Es wird besonders eingefleischten Sci-Fi-Fans gut gefallen. 

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