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In "Zwischen zwei Sternen" beschreibt Becky Chambers die Geschichte der KI Lovelace und ihrer Freundin Pepper. Diese hat Lovelace bei sich aufgenommen, nachdem die KI sich entschieden hatte, in einer menschlichen Hülle zu leben. Das bringt natürlich einige Probleme mit sich, denn Lovelace kann sich nur schwer an ihren neuen, eingeengten Körper gewöhnen.
Nebenbei erfahren wir in dieser Geschichte auch viel über Peppers dramatische Vergangenheit, als sie noch ein Kind war. Sie wurde ebenfalls "erschaffen" und spürt deshalb eine besondere Verbindung zu Lovelace.
Mir hat dieses zweite Buch von Becky Chambers wieder sehr gefallen. Die Autorin schafft es, dass man als Leser immer ganz nah bei den Charakteren ist und sich problemlos in ihre Welt hineinversetzen kann.
Wie schon im ersten Teil habe ich auch hier die Helden schnell ins Herz geschlossen. Trotzdem war ich ein wenig enttäuscht, dass kein Mitglied der Wayfarer-Crew in der Geschichte auftauchte und auch das Raumschiff als solches nicht. Es handelt sich also nicht, wie ich angenommen hatte, um einen zweiten Teil der Serie, sondern um ein Spin-Off. Man kann das Buch problemlos lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Außer, dass beide Bücher im gleichen Universum spielen, haben sie nichts miteinander zu tun.
Das wird vermutlich auch wieder auf den dritten Teil zutreffen, der bald erscheinen wird. Dennoch werde ich diese Reihe weiterverfolgen, da ich Becky Chambers Schreibstil sehr mag. Sie entwirft großartige Charaktere mit Ecken und Kanten. Da macht es auch nichts, dass am Ende nicht alle aufgeworfenen Fragen geklärt werden. Es bleibt trotzdem ein tolles Buch, das ich besonders auch Sci-Fi-Anfängern empfehlen würde.

Rosemary wird für die Verwaltungsarbeiten auf der Wayfarer angestellt und fliegt zum ersten Mal durchs All. Sie muss sich sowohl an das Leben auf dem Raumschiff gewöhnen als auch an ihre neue Crew. Diese besteht nämlich nicht nur aus Menschen, sondern auch aus verschiedenen Alien-Spezies. Die Wayfarer hat den Auftrag Wurmlöcher zu bohren, um schnellere Transportmöglichkeiten im All zu schaffen. Da sie dafür sehr lange unterwegs sein müssen, haben sie genug Zeit, einander kennen- und liebenzulernen.
In diesem Buch geht es nicht nur um Rosemary. Alle Crewmitglieder sind gleichberechtigte Protagonisten und erhalten ihre eigene kleine Einführungsgeschichte. Ich fand sie alle sehr interessant gestaltet und sympathisch. Sie gehen sehr fürsorglich miteinander um und respektieren sich gegenseitig, was aufgrund ihrer verschiedenen Rassen und Kulturen nicht immer ganz einfach ist. Der eine mag es lieber warm, der andere kalt, der dritte will nur künstliche Paste essen, usw. Dadurch kommt es immer wieder zu witzigen und rührenden Situationen.
Die Geschichte selber geht nur langsam voran - schließlich ist es ja eine lange Reise. Manchmal hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle ein bißchen mehr Action gewünscht, aber die Wayfarer ist halt ein Frachter und kein Kriegsschiff. Der Fokus des Buches liegt ganz klar auf der Charaktereinführung und -entwicklung. Ich konnte trotzdem nicht aufhören zu lesen, weil ich die Charaktere in Windeseile ins Herz geschlossen habe. Das dramatische Ende bot dann doch noch die Action, auf die ich gewartet hatte.
Das Buch ist auf jeden Fall ein Lesegenuss der ruhigeren Art. Ich brenne auf die Fortsetzung und hoffe, dass ich dort viele von der Crew der Wayfarer wiedertreffen werde.
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Dieses Buch habe ich vom Verlag kostenlos erhalten. Meine Meinung ist davon
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