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Mittwoch, 10. Oktober 2018

[Rezension] Verax - Das Experiment





Infos zum Buch
Autor: Jörg Benne
Verlag: Mantikore Verlag
Seiten: 480
ISBN: 978-3961880089
erschienen am: 19.09.2018
Preis: Taschenbuch 14,95 €
Hier könnt ihr das Buch erwerben.





In diesem spannenden Sci-Fi Spielbuch strandet eine Crew mit ihrem defekten Raumschiff auf einer Raumstation. Bei dem Absturz kommen fast alle Mitglieder zu Tode. Als Spieler dürfen wir entscheiden, wer überlebt: der Ingenieur oder der Soldat. Ich bin in die Rolle des Ingenieurs geschlüpft und durfte den Fortgang der Geschichte ab diesem Zeitpunkt selbst bestimmen.

Der Ingenieur ist so konstruiert, dass er in der Story eher Rätsel lösen muss, statt zu kämpfen. Beides ist auf der Station sehr gefragt, denn hier stimmt so einiges nicht: Ein Experiment ist furchtbar schief gegangen und nun verwandelt sich die Besatzung in mordende Horden. Die Aufgabe des Spielers ist klar: Herauszufinden, was genau passiert ist und die Station so schnell wie möglich wieder verlassen.

Dieses Szenario ist vielleicht nicht das allerneuste, aber es hat mir richtig viel Spaß gemacht. Das lag zunächst einmal an dem einfachen Einstieg in die Geschichte. Ein spannender Prolog zieht einen gleich mitten rein ins Geschehen. Die Regeln sind übersichtlich und nicht zu kompliziert, so dass nicht viel beachtet werden muss. Man kann gleich losquesten und wird im Text immer darauf hingewiesen, wenn man einen Gegenstand behalten darf oder sich etwas anderes auf dem Aktionsblatt notieren muss. Besonders schön fand ich die Möglichkeit, mein Leben über Speicherpunkte abzusichern. Im Falle des Todes muss man also nicht wieder komplett von vorne anfangen, sondern kann zum letzten Speicherpunkt zurückspringen, so wie man es von Computerspielen gewohnt ist. Ab diesem Punkt kann man dann einfach einen anderen Weg wählen, der weniger gefährlich ist.

Auch das Kampfsystem ist simpel, so dass es sich schnell und komfortabel spielt. Als Ingenieur hatte ich zwar oft keine Chance gegen die Gegner, vor allem, weil ich meistens ohne Waffen unterwegs war. Trotzdem haben diese Begegnungen Spannung in die Geschichte gebracht - und es gibt ja diese Speicherpunkte und meistens kann ich selber entscheiden, ob ich in einen Kampf gehe oder nicht, denn die Kämpfe sind über die Nummern eindeutig identifizierbar. Die ein oder andere Überrschung gibt es allerdings trotzdem noch und das ist auch gut so.

Richtig großartig finde ich die Sammlung verschiedener Ereignisse. Während des Spielens notiert man sich immer wieder über Nummern, welche Ereignisse man miterlebt hat. Am Ende der Geschichte erhält man dann eine Übersicht, was man alles verpasst hat. Das bietet einen großen Wiederspielwert, denn ich möchte natürlich die Liste einmal komplett abhaken können. Manche Personen hatte ich in meinem Verlauf gar nicht kennengelernt oder manche Decks der Station noch gar nicht besucht. Das liegt auch daran, dass der Ingenieur und der Soldat jeweils nicht in alle Bereiche hinein können. Das bedeutet, dass bestimmte Ereignisse nur mit dem Soldaten und andere nur mit dem Ingenieur erlebt werden können.

Insgesamt hätte ich mir zwar noch ein paar Rätsel und Sammelgegenstände mehr gewünscht, aber mir hat dieses Spielbuch auch so richtig gut gefallen. Es hat nicht die Komplexität eines Fabled Lands, hat aber eine spannende Geschichte, die immer wieder anders enden kann und mich reizt, das Buch mehrmals in die Hand zu nehmen und neu zu erleben. Durch die einfachen Regeln ist es ein perfektes Einsteigerbuch ins Genre und für Anfänger unbedingt zu empfehlen.



Herzlichen Dank an den Mantikore Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!


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